Das geneigte Dach: Sicherer Regenschutz

Jedes Kleinkind, aufgefordert, ein Dach zu zeichnen, entscheidet sich instinktiv für ein geneigtes Dach. Das zeigt, die Verbundenheit unserer Kultur mit dieser Bauform. In unseren regenreichen Klimazonen ist diese Dachgestaltung seit Jahrhunderten bewährt und bietet auch heute noch einen hervorragenden Schutz.

Für Fachleute ist die Regensicherheit eines geneigten Daches das Ergebnis Jahrhunderte langer Erfahrungen. Dabei werden die Niederschläge von den höher liegenden, überdeckenden Dachziegel so auf die darunter liegenden geleitet, dass im Normalfall kein Wasser in die Konstruktion eindringen kann. Ein Flachdach dagegen muss wasserdicht ausgeführt werden, d.h. die Dachhaut ist vollständig geschlossen.

Die Regensicherheit einer Dachdeckung hängt maßgeblich von der Dachneigung ab. Die Grenze für die Regensicherheit eines Dachmaterials gibt die Regeldachneigung an. Sie ist nicht als eine Dachneigung zu verstehen, die „in der Regel“, also „idealerweise“ einzuhalten ist. Vielmehr ist die Regeldachneigung die unterste Dachneigungsgrenze, bei der sich eine Dachdeckung in der Praxis als regensicher erwiesen hat. Das bedeutet, dass jedem Deckwerkstoff eine spezifische Regeldachneigung zugeordnet ist. Die Neigung eines Daches sollte nach Möglichkeit immer höher als die Regeldachneigung gewählt werden. Verallgemeinernd lässt sich feststellen: Je steiler die Dachneigung, umso höher die Sicherheit gegen Wassereintritt.