TONDACH & Schloss Ebreichsdorf

09.01.2004

So manchen Romantiker kann der Anblick von Schloss Ebreichsdorf zu Freudentränen rühren. Und so bekommt der sprichwörtliche Ausdruck "nah am Wasser gebaut" eine Doppelbedeutung. Schließlich handelt es sich bei Schloss Ebreichsdorf um ein wunderschönes
Rennaissance-Wasserschloss von märchenhafter Gestalt.
Zu finden ist das architektonische Schmuckstück 30 km südlich von Wien in der Nähe von Baden und der früheren historischen Leitha-Grenze zu Ungarn in Niederösterreich.
Die Grenznähe war wahrscheinlich der Grund für die Erbauung des Schlosses. Es wurde ziemlich sicher schon im 10./11. Jahrhundert als Burg- und Grenzfestung gegen die Magyaren
errichtet. Als erster Besitzer wird Otacher von Ebreichsdorf 1294 urkundlich erwähnt.
Danach ging der stolze Besitz 1333 an Ulrich II und Berthold von Pergau über. In der Folge an die Herren von Werde, Wallsee Drosendorf und Wallsee Enns. Im 15. Jahrhundert war die Burg in den geldadeligen Händen des Wiener Kaufmannes und Bankers Simon Pötel.

Die alten Gemäuer sahen viele kommen und gehen. 1487 kamen zum Beispiel die Truppen von Matthias Corvinus bis sie 1491 wieder gingen und von Ludwig von Zelking abgelöst wurden.
Maßgebend für den bis heute erhaltenen Baustil war die Besetzung der Türken von 1529. Da war im wahrsten Sinne des Wortes Feuer am Dach, die Burg wurde zerstört und danach zu
einem Rennaissance-Schloss umgebaut.
Bis 1629 residierte die Familie von Hieronymus Beck von Leopoldsdorf am Schloss. Anschließend die kaiserlich-königlichen Berater von Joseph I, Karl VI, Maria Theresia und Ferdinand I.
Irgendwo dazwischen, genau 1704/05 wurde die Vorburg geschliffen und barockisiert. Von 1909 bis heute ist das Schloss im Besitz der Familie Drasche-Wartinberg, die es von 1959 - 1963
einer verdienten Generalsanierung unterzog.

Schloss Ebreichsdorf gehört seit vielen Jahrhunderten zu den architektonischen Zeitzeugen. Jeder einzelne Gebäudeteil ist absolut schützenswert und verdient eine äußerst sorgfältige und sensible Behandlung in Sanierungsfragen.
TONDACH® Gleinstätten war sich bei Auftragsübergabe dieser Verantwortung bewusst und ging mit Freude an die Umsetzung des Dachsanierungsplanes für die Hofstallungen von Schloss
Ebreichsdorf.

Heute besteht Schloss Ebreichsdorf aus einem 3-geschossigen Vierflügelbau mit zwei mittelalterlichen Wehrtürmen. Von Wasser umgeben ist es über eine Steinbrücke erreichbar. Alle Bauwerke sind bestens erhalten, jedoch für Besucher nicht zugängig.

Unser Augenmerk galt der Dachlandschaft der Hofstallungen. Rund 600 m2 wurden in einem ersten Teil neu eingedeckt. Dabei galt es dem bisherigen Erscheinungsbild des Daches gerecht
zu werden. In diesem Sinne fiel die Produktwahl auf den eigens  gefertigten TONDACH®-Ziegel "Tasche eckig" in Engobe "dunkel-antik" mit aufgerauhter Oberfläche.
Die Vorgabe für ein solches Sanierungsprojekt ist vor allem die sensible Einfügung des neuen Daches in die Umgebung und ins Gesamtbild des Gebäudes. Die dunkle Farbe der Ziegel harmoniert optimal mit den natürlich dominierenden Farben Grün und Braun des Gartens sowie mit den länglichen Stallungen selbst.
Einmal mehr bewies TONDACH® Gleinstätten Sanierungskompetenz aber auch hohe Flexibilität in der Produktherstellung.
Die Zusammenarbeit mit der Dachdeckerei Schmiedl funktionierte ebenfalls perfekt.
Wir freuen uns auf den zweiten Teil der Arbeiten und darauf, einen weiteren Beitrag zur
Erhaltung einer der vielen Augenweiden Österreichs zu leisten.

Weitere Bilder der Hofstallungen.